Sparen ist gut – Investieren ist besser

sparen ist gut - investieren ist besser

Wer investiert hat auf lange Sicht mehr vom Geld

Sparen ist eine gute Sache.
Die wenigsten tun es.
Wer spart ist vielen einen Schritt voraus.
Man hat Geld auf der hohen Kante und ist für eventuell auftretende finanzielle Engpässe gewappnet.
Reich wird man durch reines Sparen in den meisten Fällen aber nicht.

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Tagesgeldkonto und Co sind ok – aber nicht optimal

Bei den meisten Leuten landet das Geld, das am Monatsende auf dem Konto übrig bleibt, entweder auf dem Tagesgeldkonto, der Spardose – oder es wird verprasst.
Variante eins und zwei halte ich für die smartere Wahl.

Wer sein Geld spart kann entspannter sein.
Wenn die Waschmaschine kaputt geht, das Auto einen Defekt hat oder plötzlich eine Steuerrückzahlung ansteht, wirft es einen nicht so sehr aus der Bahn.
Man hat ja vorgesorgt.
Diese Einstellung bzw. dieses Verhalten, immer etwas auf der hohen Kante zu haben, finde ich gut.
Aber nicht optimal.

Langfristig gesehen macht das Sparen die meisten Leute nicht reich.
Wer jeden Monat sein Geld auf dem Tagesgeldkonto parkt, es einfach auf dem Girokonto lässt oder im schlimmsten Fall unter der Matratze bunkert, ‚verliert‘ über die Jahre hinweg viel Geld.
Bei den heutigen Mini-Zinsen, die es bei der Bank gibt, bleibt die Rendite auf der Strecke.
Die Inflation frisst das Guthaben auf.
Dieses geparkte Geld ’schafft‘ kein neues Geld.

Wer sein Geld vermehren möchte muss sich also nach Alternativen umschauen – und etwas Risiko eingehen.
Risiko ist ein heikles Thema.
Die Leute lieben ihr Geld und allein der Gedanke daran, dass man auch etwas davon verlieren könnte, hält viele schon vom Investieren ab.
Aber ohne Risiko keine Rendite.
Das war schon immer so und es wird vermutlich auch immer so bleiben.

Welche Alternativen gibt es?

Momentan sieht es mit Alternativen aber nicht so rosig aus.
Festgeld, Gold, Immobilien – alles nicht so prickelnd im Moment.
Immobilien sind meiner Meinung nach momentan extrem überteuert.
Ich persönlich würde nie im Leben zu diesen Preisen kaufen und ich verstehe die Gedankengänge der Leute nicht, die dies momentan tun.
Ich spreche für Berlin und andere Großstädte.
Auf dem Land mögen die Preise evtl. noch passabel sein.

Immobilien

In Berlin bekommt man keine vernünftige 2 Zimmer Wohnung mehr unter 150-180tsd Euro!
Und das sind Preise in „normalen“ Wohngegenden.
Nicht im Zentrum oder hippen Szenevierteln.
Für wen rentiert sich das?
Egal wie ich es mir schönrechne, komme ich zu keinem befriedigendem Ergebnis.
Ich binde mich für Jahrzehnte und bekomme mit etwas Glück knapp über 2% Rendite.
Was wenn irgendwann die Zinsen für die Kredite steigen?
Immobilien fallen, zumindest für mich und beim momentanen Markt, weg.

Gold / Edelmetalle und Festgeld

Wie schaut es mit Gold/Edelmetallen und Festgeld aus?
Festgeld fällt für mich auch komplett weg.
Die Zinsen entsprechen quasi dem vom Tagesgeld – also fast 0% – und ich binde mich für eine lange Zeit.
Uninteressant.
Gold bringt keine Zinsen o.ä.
Trotzdem finde ich Gold in kleinen Teilen als Backup nicht schlecht.
5% vielleicht.
Aber das ist Geschmackssache.
Viele sind heute der Meinung, dass man Gold nicht mehr braucht und dass es nicht mehr Krisensicher ist.

Kryptowährungen

Finger weg, wer keine Nerven aus Drahtseilen hat und bereit ist im schlimmsten Fall sein komplettes eingesetztes Geld zu verlieren!
Ein riskanteres Investment gibt es meiner Meinung nach momentan kaum.
Allerdings auch keines mit einem größeren Potenzial.
Aus den knapp 2000 existierenden Kryptowährungen machen meiner Meinung nach nur 2 wirklich Sinn.
IOTA und Bitcoin.
IOTA weil es technisch einzigartig ist und eine Revolution auslösen wird – sollte alles so kommen, wie es geplant ist – und Bitcoin, weil Bitcoin einfach einen unantastbaren Status genießt.
Technisch veraltet und überholt, aber trotzdem wird Bitcoin vermutlich lange den „Goldstatuts“ haben.
Bei IOTA überzeugen mich zudem das Team, die Partnerschaften und die bisherigen Ergebnisse.
Das ist übrigens in KEINSTER Weise eine Investmentempfehlung!
Zu diesem persönlichen Ergebnis bin ich nach langer Recherche selber gekommen.
Manch einer mag das alles ganz anders sehen.
Völlig in Ordnung.

Bei diesem Thema muss jeder seine eigene Recherche betreiben.
Ich kann jedem nur empfehlen NICHT auf andere zu hören.
In diesem Markt sind unglaublich viele Manipulateure unterwegs.
Es werden am laufenden Band Unwahrheiten verbreitet, um den eigenen ‚Coin‘ ins rechte Licht zu rücken oder andere Coins schlecht zu machen.
Es dauert lange, bis man auch nur ansatzweise dies durchschaut hat.

Viele Leute belächeln einen, wenn man dieses Thema anspricht.
Ich empfehle aber jedem sich mal mit dieser Materie auseinanderzusetzen.
Es ist wirklich spannend – abseits des Preises.
Vergesst den Preis.
Schaut nicht auf Kursverläufe.
Der ganze Markt ist zur Zeit noch manipuliert.
Schaut euch die Teams und Visionen hinter den Kryptowährungen an, was sie bereits erreicht haben und welche Partnerschaften und Anwendungen sich ergeben haben.

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Mein Favorit: Aktien / ETF

Momentan sind Aktien bzw. ETF meine liebste Anlage – auch wenn einige meinen die Preise sind zu hoch.
Diese Stimmen gibt es aber schon seit jeher.

Das Risiko ist relativ gering, vorausgesetzt man ist genügend diversifiziert.
Am besten geht dies meiner Meinung nach mit einem breit gestreuten ETF wie dem MSCI World.
Man investiert in den Markt und schwimmt einfach mit.
Man muss sich nicht um zig unterschiedliche Einzelaktien kümmern, Geschäftsberichte lesen, Kurse checken.

ETF lassen sich bei den meisten Brokern kostenlos oder zu geringen Gebühren in einem monatlichen Sparplan besparen.
Bei den meisten sogar schon ab 25€ im Monat.
Somit hat man auch mit wenig Geld die Möglichkeit an der Börse teilzunehmen.
Man muss sich keinen Kopf mehr machen.
Alles läuft automatisiert, sobald der Sparplan eigerichtet ist.

Wer Zeit, genügend Geld und Interesse hat, kann natürlich auch in Einzelaktien investieren.
Hier ist der „Kick“ natürlich größer.
Alles ist emotionaler.
Ich weiß aber nicht, ob das unbedingt gut ist.
Emotionen und Geld passen meiner Meinung nach nicht gut zusammen.
Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Für was auch immer man sich entscheidet, Aktie oder ETF, das dort angelegte Geld wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach vermehren.
Auch wenn immer das Risiko eines Crash’s besteht – schaut man sich die Geschichte an, ging es nach einem Tief immer früher oder später wieder mit den Kursen aufwärts.
Dies ist der große Vorteil vom Investieren.
Das angelegte Geld schafft neues Geld.
Man profitiert von Kurssteigerungen und von Dividenden.
Dividenden können wieder neu angelegt werden.
Ein Kreislauf entsteht.

Ich will das reine Sparen gar nicht verteufeln oder schlechtreden.
Aber ’nur‘ zu sparen halte ich für nicht so geeignet.
Zumindest ein kleiner Teil – ich sage immer eine „Wohlfühlsumme“ – sollte auch investiert werden.
Nur so schafft man es sein Geld zu vermehren.

 

Wie schaut es bei Euch aus?
Teilt Ihr meine Meinung oder seht Ihr das ganz anders?

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Wie immer gilt: Meine Einträge geben nur meine persönliche Einstellung als Privatanleger wieder und sind nicht als Anlageberatung, Investmentempfehlung oder ähnliches zu verstehen. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben und hafte auch nicht für jegliches Handeln der Leser. Jeder der im Finanzmarkt aktiv ist, tut dies auf eigene Gefahr und muss sich selbst über die Risiken informieren. Es besteht z.B. immer das Risiko eines Totalverlustes. Von daher seht meinen Blog und die Beiträge bitte nur als Inspiration bzw. als Denkanstoß.

 

2 Kommentare

  1. Hi Felix,

    ich teile Deine Einschätzung – ich investiere aktuell fast alles in „langweilge“ ETFs, die regelmäßigen und kontinuierlich steigenden Ausschüttungen halten mich motiviert dranzubleiben 🙂

    Bei Immobilien bin ich auch deshalb kein Freund von Direk-Investments in einzelne Objekte, weil kein „normaler“ Anleger bei den Preisen eine ordentliche Diversifikation hinbekommt. Ich habe nur einen Teil an REITs im Depot, die breit gestreut sind.

    Viele Grüße
    Thorsten

    1. Hi Thorsten!
      Nicht nur, dass man als „normaler“ Anleger bei diesen Preisen nicht diversifizieren kann – ich frage mich, wie sich ein „normaler“ Anleger solche Preise überhaupt leisten kann?!
      Früher konnten sich Leute aus der Mittelschicht auch noch eine Wohnung leisten.
      Heute geht man ein enormes finanzielles Risiko ein.
      Die Last die man mit sich trägt ist groß.
      Für mich ist das nix.
      Ich hoffe, dass die Preise irgendwann mal wieder ein realistisches Niveau erreichen.

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