Konsumschulden – vermeide sie wo es nur geht

Eine Last, die dir das Genick brechen kann

Ich war noch nie ein Freund vom Kauf auf Pump.
Wenn ich etwas haben will, spare ich so lange bis ich genügend Geld habe, um es mir zu leisten.
Noch nie habe ich verstanden, warum ich einen Fernseher, ein Smartphone, einen Urlaub oder ähnliches kaufen sollte, wenn ich aktuell nicht über die benötigten finanziellen Mittel verfüge.
Ich könnte nicht ruhig schlafen.
Zu wissen, dass mir die Geräte ja eigentlich noch gar nicht gehören, sie mir theoretisch jederzeit weggenommen werden können, ist ein Gedanke mit dem ich mich nicht anfreunden kann.
Wer kann mir garantieren, dass ich die Sachen in 6 Monaten noch abbezahlen kann?
Heutzutage ist kein Job mehr zu 100% sicher.
Die aktuelle Situation zeigt dies nur zu deutlich.

Und es hat sich gezeigt: Konsumschulden können zu einer enormen Last werden.
Viele Leute haben vor der Coronapandemie auf großem Fuß gelebt.
Teure Heimelektronik, immer das aktuellste Smartphone, das viel zu teure, geleaste oder finanzierte Auto und in regelmäßigen Abständen wurde die Küche aufwendig renoviert.
Ob man sich das leisten konnte – egal.
Die Bank gab einem ja einen Kredit.
Dispo, Kreditkarte usw. wurden bis ans Limit gebracht.

Das rächt sich nun.
Bei vielen ist seit Monaten große Panik angesagt.
Die Rechnungen wollen bezahlt werden und die großen Ketten, bei denen die Bestellungen getätigt wurden interessiert es recht wenig, dass man aktuell in Kurzarbeit ist oder gar gekündigt wurde und man gerade mal so seine Miete bezahlt bekommt.
Wenn überhaupt.

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Vor den Pfandleihhäusern in meiner Gegend sehe ich lange Schlangen.
Das gab es noch nie – zumindest nicht in meiner Zeit.
Junge Leute stehen mit Playstation Kartons und Fernsehern auf der Sackkarre an und hoffen auf ein paar Euro.
Natürlich hat nicht jeder von ihnen die Sachen auf Pump gekauft – aber viele.

Das Ego ist angeknackst und vielen fehlt schlicht und ergreifend das nötige Maß an Finanzbildung.
Obwohl einem das Wasser bis zum Kinn steht, wollen viele Leute ihren Lebensstil weiter aufrecht erhalten.
Ein Teufelskreis.
Die Zinsen türmen sich, aber trotzdem wird weiter eingekauft.
Den aktuellen Besitz veräußern, um Rechnungen bezahlen zu können, kommt für die meisten nicht in Frage.
Das Erscheinungsbild nach außen würde bröckeln.
Die Folgen sind verheerend.

All das sind Gründe, warum ich nix kaufe, das ich mir nicht aktuell leisten kann.
Natürlich gibt es Ausnahmen.
Ein Auto z.B. ist für viele überlebenswichtig und fünfstellige Summen haben die wenigsten griffbereit.
Hier machen Finanzierungen selbstverständlich Sinn, solange das Fahrzeug ins Budget passt.
Konsum- bzw. Luxusgüter zu kaufen, die man sich aber nicht leisten kann, halte ich für fatal.
Natürlich will man sich belohnen, sich etwas gönnen.
Das ist auf völlig legitim.
Aber man sollte sich seines finanziellen Rahmens und des Risikos bewusst sein.

 

 

 

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Wie immer gilt: Meine Einträge geben nur meine persönliche Einstellung als Privatanleger wieder und sind nicht als Anlageberatung, Investmentempfehlung oder ähnliches zu verstehen. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben und hafte auch nicht für jegliches Handeln der Leser. Jeder der im Finanzmarkt aktiv ist, tut dies auf eigene Gefahr und muss sich selbst über die Risiken informieren. Es besteht z.B. immer das Risiko eines Totalverlustes. Von daher seht meinen Blog und die Beiträge bitte nur als Inspiration bzw. als Denkanstoß.

 

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