Die Vorteile und Gefahren des Kryptomarktes

Ledger Nano S Wallet für Kryptowährungen

Kryptowährungen – ein heißes Pflaster

Es geht so langsam wieder los – man spricht darüber.
Wenn Freunde und Bekannte langsam wieder anfangen zu fragen: „Wie war das nochmal mit Bitcoin? Wie komm ich da ran?“
Dann weiß man, der Bärenmarkt könnte langsam ein Ende finden.

Der Aufstieg und der Fall

Seit Ende 2017 ging es steil bergab.
Vom All-Time-High sind wir weit entfernt.
An den düstersten Tagen lagen viele Coins bei einem Minus von bis zu 99% – nahezu ein Totalverlust.
Viele Anleger, die Ende 2017 auf den Bitcoin Hype-Zug aufgesprungen sind, haben ganz neue Seiten an sich kennengelernt – die letzten 2 Jahre waren für viele sehr frustrierend.
Der Hype schwenkte über in Frust, Aussichtslosigkeit und Resignation.
Es wurde still und kaum jemand sprach noch über Bitcoin, IOTA und Co.

Aber so langsam ändert sich das wieder.
Medien werden wieder Aufmerksam, Prominente fangen wieder an bei Twitter usw. darüber zu schreiben und der Anleger von 2017 erinnert sich, dass in seiner Kommode ja noch ein Ledger mit ein paar Kryptos liegt – Geld das er eigentlich schon längst abgeschrieben hat.

Wie man evtl. aus meinen früheren Beiträgen herauslesen kann, bin ich ein großer Fan dieser neuen Technologie und bin mitlerweile auch als Berater in diesem Bereich tätig (nicht im Bereich Finanzen sondern technisch).
Den Markt mag ich aber gar nicht – dieser ist durchzogen von Marktmanipulation, fake News und sonstigen Sachen, für die Leute in der „normalen“ Finazwelt schon längst hinter Gittern sitzen würden.
Aber die zugrunde liegende Technik ist fabelhaft.

Auch ich habe anfangs als Investor Freude an diesem Markt gefunden.
Dies hat sich aber schnell geändert, als ich mich mit der Technik auseinandergesetzt habe.
Seit dem interessiert mich der Markt, bzw. die Preisentwicklung der einzelnen Kryptowährungen recht wenig.
Ich beschäftige mich seither lieber mit der Technik und bin aktiv mit der „Adoption“ beschäftigt.
Aber darum geht es heute nicht.

Kommen wie zu den Vor- und Nachteilen, die uns dieser neue Markt bringt:

Die Vorteile

Man kann schnell Geld machen – sehr, sehr viel Geld.
So mancher war Ende 2017 Millionär.
Zumindest auf dem Papier.
Die wenigsten haben ausgecashed – dachte man doch, dass der Bullrun niemals ein Ende finden wird.
Die Gier war unermässlich groß.
Jeder wollte was vom Kuchen haben.
Völlig verständlich.
Teilweise verdoppelte sich das Depot von einem Tag auf den anderen.
Wer vor dem Hype in IOTA, Bitcoin, Ethereum oder andere Coins investiert hat, konnte Kurssteigerungen erleben, die es so in der normalen Finanzwelt (Aktien, Immobilien etc.) niemals gegeben hat und vermutlich auch nie geben wird.
Wer 2016 oder früher 1000€ investiert hat, hatte gute Chancen Ende 2017 Millionär zu sein – auf dem Papier.
Und auch heute ist das durchaus noch möglich.
Man muss nur auf das richtige Pferd setzten.
Warum das aber nur sehr schwer umsetzbar ist, das erzähle ich bei den Nachteilen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Technologie bahnbrechende Veränderungen hervorrufen wird – sollte die Technik halten was sie verspricht.
Noch ist jede Kryptowährung ein POC (Proof-Of-Concept).
Diese technische Revolution wird natürlich für den betroffenen Coins eine (vermutlich) enorme Kurssteigerung bescheren.

Die Nachteile

Kommen wir zu den Nachteilen im Kryptomarkt.
Da gibt es einige!
Zu aller erst: Der gesamet Markt ist nicht reguliert.
Es ist wie im wilden Westen.
Jeder macht was er will.
Betrüger haben leichtes Spiel und zur Rechenschaft wird kaum einer gezogen.
Es gibt über 2000 verschiedene Kryptowährungen und täglich kommen neue hinzu.
Alle versprechen, das aboslute non-plus-ultra zu sein.
Meist gibt es einen enormen Pump (Kursanstieg) kurz nach erscheinen und der ahnungslose Investor springt mit auf den Zug.
Die Hintermänner lachen sich ins Fäustchen, verkaufen ihre Anteile – der Preis fällt in sich zusammen.

Erinnert ihr euch an den ersten genannten Vorteil von mir – „schnell viel Geld machen“?
Genau das Gegenteil ist auch möglich.
Das gesamte Geld kann innerhalb kürzester Zeit weg sein.
Sei es durch einen Hack, extreme Kurseinbrüche (wie wir sie die lezten 2 Jahre erlebt haben) oder durch einen sogeannten Exit-Scam, bei dem sich die Gründer einer Kryptowährung einfach mit dem Geld aus dem Staub machen und der Investor verdutzt in die Röhre schaut.
Dies ist übrigens leider trauriger Alltag in der Kryptowelt und keine Ausnahme.

Auch hinsichtlich der Kryptobörsen, an denen man die unterschiedlichen Währungen handeln kann, gibt es vermutlich mehr schwarze Schafe, als seriöse Anbieter.
Nicht nur, dass viele dieser Börsen in der Vergangenheit gehacked wurden und der Kunde am Ende mit leeren Händen da stand – es wird auch immer wieder gemunkelt, dass diese die Preise zu ihren Gunsten manipulieren.
Mit Sitz in der Karibik, Zypern usw. gibt es auch kaum eine Möglichkeit dies zu unterbinden.

Der ganze Markt ist auch heute, 10 Jahre nach der Erschaffung von Bitcoin, ein Paradies für Betrüger und Scharlatane.
Aber es ist besser geworden.
Immer mehr seriöse Börsen erscheinen und auch regulatorisch tut sich einiges.
Auch wenn es gegen das ursprüngliche Prinzip ist – ohne eine gewisse Regulation wird es nie eine Massenadoption von Kryptowährungen geben.

Fazit

Wie man sieht, ist der Kryptomarkt nix für schwache Nerven.
Man kann schnell viel Geld machen – und genauso schnell alles verlieren.
Deshalb sollte man nur das Geld inverstieren (ich sage lieber verzocken), das man auch bereit ist im schlimmsten Fall zu 100% zu verlieren.
Man sollte nicht voreilig in irgendeinen Coin investieren, nur weil der Preis in die Höhe geschossen ist (meist ein Pund-And-Dump) oder jemand in auf den Social Media Kanälen darüber schwärmt.
Man muss seine eigene Recherche betreiben.
Die Teams hinter den Währungen begutachten – frühere Projetkte anschauen, die Github Aktivität im Auge behalten, aktiv in Foren wie Reddit oder Discord mit den Teams ins Gespräch gehen.
Wer wachsam ist, sich nicht blenden lässt und gut recherchiert, hat gute Chancen eine vielversprechende Kryptowährung zu finden, die einen im besten Fall sogar die finanzielle Freiheit beschert.

 

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Wie immer gilt: Meine Einträge geben nur meine persönliche Einstellung als Privatanleger wieder und sind nicht als Anlageberatung, Investmentempfehlung oder ähnliches zu verstehen. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben und hafte auch nicht für jegliches Handeln der Leser. Jeder der im Finanzmarkt aktiv ist, tut dies auf eigene Gefahr und muss sich selbst über die Risiken informieren. Es besteht z.B. immer das Risiko eines Totalverlustes. Von daher seht meinen Blog und die Beiträge bitte nur als Inspiration bzw. als Denkanstoß.

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