Steuererklärung für 2017 – verschenke kein Geld

Steuererklärung für 2017

Steuererklärung für 2017

Wer die finanzielle Freiheit anstrebt, sollte möglichst nicht unnötig Geld verschenken.
Doch wer keine Steuererklärung macht, tut genau dies.

Im Schnitt bekommt jeder der eine Steuererklärung abgibt rund 935€ vom Finanzamt zurück. (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Dies ist aber nur der Mittelwert und hängt natürlich von den persönlichen Umständen ab.
Trotzdem bekommt man in den allermeisten Fällen etwas erstattet.
Und wenn es nur 100€ sein sollten – für dieses Geld hat man schließlich auch gearbeitet.

Mir wäre es zu schade, dieses Geld einfach ‚verpuffen‘ zu lassen.
Deshalb mache ich jedes Jahr meine Steuererklärung.

Viele Leute denken erst gar nicht daran.
Oft aus Angst vor der vermeintlichen Arbeit die man investieren muss.
Das ist meiner Meinung nach aber ein Mythos.

Wer lediglich Arbeitnehmer ist und keine besonderen Lebensumstände hat (Arbeitslosigkeit, Pflegefall o.ä.),
den erwartet bei der Steuererklärung nicht sonderlich viel Arbeit.
Computerprogramme, wie z.B. das kostenlose Elster, bringen einen geschmeidig durch den Prozess der Erklärung.
Auch gibt es zahlreiche weitere Programme, die einem quasi die ganze Arbeit abnehmen.
Man muss nur auf ‚weiter‘ klicken und eintragen, wozu einen das Programm auffordert.

Lohnsteuerhilfeverein – die günstige Alternative

Oder man macht es wie ich.
Bei der Steuererklärung für 2017 hole ich mir wieder Hilfe beim Lohnsteuerhilfeverein.
Dort zahlt man eine jährliche Gebühr, die aber deutlich günstiger ist, als bei einem ’normalen‘ Steuerberater.
Die Gebühr wird dort anhand des Einkommens berechnet, was vor allem auch Einkommensschwächeren zu gute kommt, die sich normalerweise keinen Steuerberater leisten können.
Beim Lohnsteuerhilfeverein wird für einen die Steuererklärung gemacht und man wird in steuerlichen Angelegenheiten beraten.
Auch rechtlich wird man vertreten, falls es mal zu Unstimmigkeiten mit dem Finanzamt kommt.
Die Kosten für den Verein lassen sich übrigens auch von der Steuer absetzen.

Vorbereitung macht einem das Leben einfach

Wer das ganze Thema Steuererklärung möglichst entspannt angehen will, sollte sich gut vorbereiten.
Auch das ist denkbar einfach und kostet keine/kaum Zeit.

Ich habe eine Klarsichthülle in meiner Büroschreibtischschublade.
Dort schmeiße ich einfach jeden Beleg rein, von dem ich denken könnte, dass dieser steuerlich relevant sein könnte.
Am Ende des Jahres muss ich nur noch die Zahlen abtippen (lassen) und das wars‘.
Kein Stress.

Wer sich nun fragt, was er denn alles bei der Steuer angeben kann – es ist einiges.
Von Versicherungen, über Mietnebenkosten, Fahrt-, Werbungs- und Kontoführungskosten bis hin zu Kosten die durch die Pflege eines Angehörigen angefallen sind.
Es gibt so vieles.
Selbst die Steuersoftware, die einem bei der Steuererklärung hilft, kann angegeben werden.

Bei Google findet man viele Checklisten, die man sich einfach ausdrucken und abhaken kann.

Fazit

Wie man sieht, ist das Thema Steuererklärung gar nicht so dramatisch wie es sich die meisten Vorstellen.
Mit nur ein klein wenig Vorbereitung ist das eine Arbeit die im Nu erledigt ist.
Wer sich trotzdem nicht alleine ran traut, hat die Möglichkeit sich kostengünstig Hilfe zu holen.
Wenn man überlegt, was man am Ende raus hat, ist es die vermeintliche Mühe allemal wert.
Schließlich ist es das selbst verdiente Geld, das einem zusteht – warum also das Geld verschenken?

Wie schaut es bei Euch aus?
Macht Ihr eine Steuererklärung oder ist es Euch die Mühe nicht wert?

 

 

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Wie immer gilt: Meine Einträge geben nur meine persönliche Einstellung als Privatanleger wieder und sind nicht als Anlageberatung, Investmentempfehlung oder ähnliches zu verstehen. Ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben und hafte auch nicht für jegliches Handeln der Leser. Jeder der im Finanzmarkt aktiv ist, tut dies auf eigene Gefahr und muss sich selbst über die Risiken informieren. Es besteht z.B. immer das Risiko eines Totalverlustes. Von daher seht meinen Blog und die Beiträge bitte nur als Inspiration bzw. als Denkanstoß.

6 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    ich finde auch, dass der „normale“ Arbeitnehmer seine Steuererklärung problemlos selbst erstellen kann. Das ist meistens kaum zusätzlicher Aufwand im Vergleich zur Abgabe durch einen Lohnsteuerhilfeverein. Denn die Dokumente muss man ohnehin zusammensuchen, dann kann man auch die Zahlen direkt in Elster eingeben. Lediglich bei der ersten Steuer ist der Aufwand etwas größer, dafür spart man sich die Lohnsteuervereinsbeiträge. In vielen Fällen kann der Lohnsteuerhilfeverein nicht mehr rausholen als man selbst, da er auch nur die Werbungskosten abfragen kann und wie Pierre schon sagt, ist der größte Teil die Pendlerpauschale…

  2. Den größten Teil der Werbungskosten macht halt die Pendlerpauschale aus.

    Klar kann man eine Steuererklärung selbst machen, worauf ich doch verzichten kann. Bis 100€ werden Lohnsteuerhilfekosten/ Berater kosten erstattet. Den nächsten Vorteil an Expertenhilfe sehe ich darin, dass ich bis Ende des Jahres mehr Zeit habe Dokumente fürs vorherige Jahr zu sammeln, wo ich sonst gewissen Zeitdruck hätte.

    Der Dritte Punkt ist, das der Experte für die Richtigkeit gerade stehen muss und nicht ich.

    Interessant wird es dann, wenn man noch ein Gewerbe am laufen hat. Da kann der Steuerberater mit seinem wissen sehr viel herausholen, wenn man natürlich auch ein guten Berater hat.

    Beste Grüße
    Pierre

  3. Irgendwie schaffe ich es leider, jegliche Punkte (s.u.), die wenigstens eine Senkung von Steuernachzahlungen bewirken würden, konsequent zu vermeiden. Ich muss also wegen meiner P2P-Investments eine Steuererklärung machen und jedes Mal (ob des niedrigen Anteils an der Asset-Allocation wenigstens nur geringe Beträge) nachzahlen. Ich habe schon überlegt, mal einen Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater aufzusuchen, aber ich finde auch nach langem googlen keinen
    Punkt, wo ich entfernt eine Möglichkeit sehe, etwas zurückzubekommen, von daher muss ich wohl einfach damit leben. Ich fürchte einfach, dass die Kosten für die Beratung höher wären, als mögliche Einsparungen.
    Falls es noch jemanden gibt, dem es so geht oder ging, fände ich das interessant und vielleicht sogar aufbauend 🙂

    – Sparer-Pauschbetrag wird durch Dividenden mit Freistellungsauftrag bei der Depotbank ausgereizt
    – durch Arbeitgeberzuschuss zur Monatskarte und kurzer Kilometerdistanz zum Arbeitsort bleiben Pendlerpauschale und Werbungskosten insgesamt deutlich unter der Pauschale
    – Berufsunfähigkeitsversicherung wirkt sich bei Anrechnung steuerlich nicht aus
    – keine aktuellen oder ehemaligen Ehepartner oder Kinder
    – kein Pflegeunterhalt
    – keine Krankheitskosten
    – keine eigenen Aufwendungen für Fortbildungen
    – keine Spenden, Riester/Rürup, Gewerkschafts- oder Vereinsmitgliedschaften
    – keine Haushaltshilfen
    – keine Arbeitskleidung

    1. Hi Luttz,
      ja bei Dir sieht das schwierig aus.
      Unverheiratet, ohne Kinder, kurzer Arbeitsweg und auch sonst wenig was abzuetzen wäre – Steuererstattungsmäßig sind das wirklich die schlechtesten Voraussetzungen.
      Andererseits hast Du auf Grund dieser Voraussetzungen natürlich über das Jahr hinweg deutlich weniger Aufwendungen.
      Ich würde dem Ganzen auch etwas positives abgewinnen: Du hast z.b. einen kurzen Arbeitsweg und bekommst dafür keine/kaum eine Kilometerpauschale – na und.
      Dafür hast du mehr Zeit.
      Ich persönlich finde das kostbarer, als ein paar Cents fürs im Stau stehen zu bekommen.
      Auch auf Sachen wie Pflegeunterhalt und Krankheitskosten kann ich gerne verzichten – das kann mir auch keine Erstattung schmackhaft machen.
      Von daher – die Medaille hat immer zwei Seiten.
      Wer viel vom Finanzamt erstattet bekommt, hat auch mehr im laufe des Jahres anderweitig draufzahlen müssen.
      Trotzdem würde ich mal bei einem Steuerhilfeverein mal vorbeischauen.
      Du musst zwar vermutlich etwas zahlen, dafür hast du Gewissheit.
      Sollte es sich nicht lohnen, kannst du dort auch jederzeit wieder austreten.

  4. Hallo Felix,

    ich glaube, dass die Steuererklärung einen viel zu schlechten Ruf hat. Quasi ein Schreckgespenst, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Schätzungsweise noch aus der Zeit, als man alles manuell in die Bögen eintragen und sämtliche Unterlagen selbst sammeln und einreichen musste.
    Heute ist das ja alles viel einfacher, wie du auch geschrieben hast. Ich finde aber für Berufsanfänger z.b. Elster online immer noch zu kompliziert und rate deswegen immer zu den Steuer-CDs, die man ja recht günstig kaufen kann.

    Ich kann wie du nicht nachvollziehen, warum man das Geld einfach liegen lässt.
    Als durchschnittlicher Arbeitnehmer gibt es nicht endlos viele Steuerkunststücke, die man beherrschen muss. Lediglich ein paar Möglichkeiten und Pauschalen, die man beachten sollte, um möglichst viel Output zu haben.

    Um es besonders Berufseinsteigern etwas einfacher zu gestalten, habe ich kürzlich einen Artikel dazu geschrieben, der hoffentlich hilft, diese Hürde zu überwinden.
    https://dasgeldundich.wordpress.com/2018/03/27/5-steuertipps-die-ich-gerne-schon-im-ersten-berufsjahr-gehabt-haette/

    Viele Grüße
    Mo

  5. Moin,

    ich kann dir nur zustimmen. Auch ich bin seit Jahren sehr zufriedenes Mitglied der VLH – Vereinigte Lohnsteuerhilfe.
    Meine Erfahrungen habe ich letztes Jahr in einem Blogartikel festgehalten: https://hobbyinvestor.de/die-passive-steuererklaerung/
    Sicherlich ist es „günstiger“ die Steuererklärung selbst zu machen. Die Steuerberater in den Vereinen haben aber ein sehr gutes Know-How und bringen Ideen mit. Zudem kennen die alle Tricks und Kniffe.

    Schöne Grüße
    Sebastian

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